BOKU - Construction Innovation Laboratory
Am oberen Ende des Campus Türkenschanze setzt das CIL(A) den baulichen Schlusspunkt. Der bestehende Campus ist von einer durchgehend rechtwinkligen Ordnung geprägt, ohne je ein starres Raster gewesen zu sein. Aus dieser Lesart entwickeln wir zwei Setzungen, die einander bedingen.
Ein niedriger Baukörper nimmt die orthogonale Ausrichtung des Bestands selbstverständlich auf. Er bindet an die Nachbarhäuser an, vermittelt in Maßstab und Körnung und bildet die ruhige, rechtwinklige Kante zum gemeinsamen Marktplatz. Der markante Hallenkörper ist demgegenüber gezielt aus dieser Ordnung herausgedreht. Die Drehung ist kein formales Spiel: Sie macht das Forschungsgebäude zur selbstbewussten Adresse und zum weithin lesbaren Abschluss des Campus – und sie weitet zugleich den Zwischenraum, statt ihn zu besetzen. Dort, wo der Bestand Luft braucht, entsteht Distanz. Der wertvolle Baumbestand umspült das CIL(A) und wird weitgehend erhalten, der Grünpuffer zum Döblinger Friedhof bleibt als grüner Schleier wirksam, gewachsene Durch- und Weitblicke bleiben offen. So gewinnt das Haus Präsenz, ohne den Bestand zu bedrängen. Am "Grünen Foyer" treffen die Eingänge des CIL(A) und der beiden Bestandsgebäude zusammen und verbinden sich über kurze Wege zu einer leicht ablesbaren, gemeinsamen Mitte.
Schaubild
Ansicht Ost
Querschnitt
Ansicht Süd
Grundriss UG
Grundriss EG